Risiko bei Deiner Geldanlage minimieren
Geld Management,  Money Mindset

4 Tipps, um das Risiko deiner Geldanlage zu verstehen und zu senken

Die genaue Bewertung von Risiken ist eine wichtige Fähigkeit im Umgang mit Deiner Geldanlage. Investitionen wie Aktien, ETFs und Anleihen sind mit einem gewissen Risiko behaftet. Doch wenn Du gar nichts tust, fressen die Negativzinsen in der Eurozone Dein Erspartes auf. Und Aktien von hochverschuldeten Unternehmen in großer finanzieller Not stellen ein wesentlich höheres Risiko dar als Aktien von Firmen, die einen positiven Cashflow und keine Verschuldung haben.

Viele Investitionen werden auf der Grundlage des wahrgenommenen Risikoniveaus bewertet. Viele der wohlhabendsten Investoren der Welt sind in der Lage, das Risiko genauer zu bestimmen als der Markt. Sie sind in der Lage, höhere Renditen bei geringerem Risiko zu erzielen. Das heißt, sie machen Gewinne bei einem äußerst kleinen Verlustspielraum.

Erweitere Dein Investitions-Know-How, indem Du das Risiko Deiner Geldanlage verstehst:

1. Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko wird durch die Qualität des Unternehmens bestimmt, das der Investition zugrunde liegt. Wenn Du eine Aktie kaufst, wie wirtschaftlich gesund ist das Unternehmen? Der Kauf von staatlichen Anleihen, die von einer ausländischen Regierung angeboten werden, kann sicher oder riskant sein, abhängig von der Stabilität der Regierung und der Wirtschaft dieses Landes. Wenn das Aland in politischen Unruhen versinkt und hochverschuldet ist, kann es passieren, dass dein Investment in Form von Anleihen kräftig den Bach heruntergeht.

– Dies erklärt, warum spekulative Anleihen, sogenannte Junk-Bonds eine bessere Rendite bieten als Anleihen mit höchster Bonitätsnote (AA oder AAA. Auch High Grade Bonds genannt). Das Ausfallrisiko der Junk-Bonds ist deutlich höher. Die Anleger wollen eine bessere Rendite im Gegenzug für ein höheres Ausfallrisiko.

– Konzentriere Dich auf die Stärke und Stabilität des zugrunde liegenden Investments und lese so viel Nachrichten und Infos dazu, wie möglich.

2. Marktrisiko

Diese Art von Risiko ist unabhängig von der zugrunde liegenden Anlage. Das Marktrisiko kann sich auf eine einzelne Aktie oder Anleihe auswirken, aber die Auswirkungen sind marktweit ähnlich. Diese Art von Risiko wird oft als systematisches Risiko bezeichnet.

– Aktien-, Zins- und Währungsrisiken sind spezifische Arten von Marktrisiken.

– Ausländische Investitionen können besonders anfällig für Währungsrisiken sein. Das Unternehmen könnte gut abschneiden, aber wenn der Wechselkurs ungünstig wird, verlierst Du trotzdem Geld. Dies kann auch bei steigenden Aktienkursen der Fall sein.

– Hohe Zinsen und politische Instabilität sind Beispiele für Einflussfaktoren, die den gesamten Markt betreffen.

3. Inflationsrisiko

Die Inflation frisst Deine Renditen. Du kannst eine Aktie kaufen und verkaufen und dabei 10% verdienen, doch wenn die Inflation im gleichen Zeitraum 6% betrug, beträgt Deine wahre Rendite nur 4%.

– Es gibt Möglichkeiten, die Inflation zu dämpfen. Eine Option ist die Investition in Werte, die mit der Inflation tendenziell zunehmen, wie z.B. Edelmetalle.

– Das Inflationsrisiko wird auch als Kaufkraftrisiko bezeichnet.

 

4. Sterblichkeitsrisiko

Viele Investitionen zahlen sich für Dich nur zu Lebzeiten aus. Die Rente ist ein Beispiel dafür. Es gibt keine Garantie, dass Du lange genug leben wirst, um genügend Zahlungen zu erhalten, damit sich Deine Investition lohnt in einen Rentensparplan lohnt.

– Es gibt noch eine andere Art von Mortalitätsrisiko. Verabschiede Dich von dem Gedanken, dass Du Deine Ansparungen überlebst. Auch wenn Du nicht unter Deinen Verhältnissen lebst ist es möglich, dass Deine Alterskonten und andere Formen Deiner Geldanlage schon zu Lebzeiten versiegen.

– Es mag hart klingen: Vermeiden es bitte, davon auszugehen, dass Du eine durchschnittliche Lebensdauer haben wirst. Ein deutlich kürzeres oder längeres Leben als erwartet kann zu finanziellen Herausforderungen führen. Mach es Dir zu einer regelmäßigen Angewohnheit, eine Balance zu erzielen aus lang- und kurzfristigen Anlagen. Damit pufferst Du dein Risiko der Ausfälle Deiner Geldanlage ab und erhöhst die Chance, dass Du genügend Geld haben wirst, auch in knappen Zeiten.

Hast Du das mögliche Risiko bei Investitionsentscheidungen im Visier? Die erwartete Rendite einer Investition ist eine Funktion des vorhergesagten Risikos. Anlagen mit höherem Risiko haben das Potenzial, höhere Erträge zu erzielen. Du allein entscheidest, ob die von Dir erwarteten Renditen das damit verbundene Risiko wert sind.

Das Verständnis des Risikos ist eine Schlüsselkomponente deiner Geldanlage. Wenn Du das Risiko genauer einschätzen kannst, ist das ein Grundstein für deinen Erfolg. Und das Schöne daran: auch für denjenigen mit geringem Risikobewusstsein gibt es eine Anlageform, die dem Negativzins des Sparens entkommen kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.