Geld verdienen,  Money Mindset,  Wohlstandsmindset

Arbeitest Du noch oder verdienst Du schon? – Die Cashflow Quadranten im Überblick

Finanziell frei zu sein bedeutet, dass die wiederkehrenden Einnahmen die Ausgaben übertreffen. Positiver Cashflow. Es kommt mehr Geld rein, als Du ausgibst. Wer sich der Sparsamkeit verschreibt, ist nur auf einem Teil des Weges. Es gibt einige, die z.B. durch einen frugalen Lebensstil den Sprung in die finanzielle Freiheit schon mit knapp 40 Jahren geschafft haben, wie z.B. Lars Hattwig. Möchtest Du durch Sparsamkeit allein finanziell frei werden? Ich finde Sparen einerseits gut, da ich gerne Schnäppchen jage. Doch mit frugal kann ich persönlich nichts anfangen, denn ich gebe auch gerne Geld aus für gutes Essen und kulturelle Events.

Doch wie erlangt nun jede/r von uns seine finanzielle Freiheit? Was braucht es für die magische Formel, dass die wiederkehrenden Einnahmen die eigenen Ausgaben übertreffen? ESBI! ES..was? Na, ESBI! 🙂

Am Beispiel der sogenannten Cashflow-Quadranten von Robert Kiyosaki möchte ich euch veranschaulichen, welche Wege machbar sind. Und was es denn nun mit ESBI auf sich hat.

Cashflow Quadrant

Schauen wir uns die Grafik im Detail an. Was genau zeigt sich auf dem Bild? Beginnen wir oben links:

Angestellte/r – “You have a job” , Employee = E

Die meisten von uns haben ein Haupteinkommen durch einen Job. Das Prinzip ist hierbei, die eigene Arbeitszeit gegen Geld einzutauschen. 100% des Einkommen werden durch eine eine Person, Dich selbst, verdient.

Die Formel hierfür lautet

100% DU x 1 JOB = EURO

Keine Skalierung bzw. Hebelwirkung ist möglich.

Selbständige/r – “You own a job” , Self Employed = S

Bei einigen von uns schleichen sich durch vielleicht einen unerfüllenden oder unterbezahlten Job die ersten Zweifel ein. Gedanken wie “ich bin mehr wert als das, was ich hier leiste” und “ich habe Besseres verdient formen sich mehr und mehr zu dem Wunsch, in die Selbständigkeit zu gehen, um frei über die eigene Zeit zu verfügen. Der Vorteil hierbei ist, sein eigener Boss zu sein. Kein Reporting mehr nach oben, denn Du bist die Spitze, die Führungsperson deines eigenen kleinen Businesses. Auch Freelancer fallen in diese Kategorie.

Nur gibt es einen wichtigen Punkt: es wird immer noch die Arbeitszeit gegen Geld getauscht. Der Cashflow kommt aus vielleicht aus mehreren Quellen, doch Du bist und bleibst der einzige Mensch, der es umsetzt. Da ist mal nix mit Skalierbarkeit und Hebelwirkung. Zwar können in der Selbständigkeit eigene Preise aufgerufen werden und somit besteht die Chance, mehr zu verdienen als zu angestellten Zeiten. Die Gefahr besteht jedoch, nur noch zu arbeiten. Nicht umsonst heißt selbständig im Volksmund “Selbst und ständig”. Es wird Zeit gegen Geld eingetauscht und gerade bei neuen Projekten oder Auftragsarbeiten wird wieder bei null angefangen. Es gibt höchstens das Wachstum der Personal Brand durch Empfehlungsmarketing. Das heißt, wenn Du deinen Job richtig gut machst, wirst Du weiter empfohlen und dadurch steigt die Chance der vollen Auftrags-Pipeline.

Der Nachteil der Selbständigkeit liegt auf der Hand: Du bist alles in einer Person: Akquise-Wunder, Finanzcontroller, Auftragserlediger, Buchhalter, etc.

Die Formel der Selbständigkeit lautet:

100% DU x 1 JOB = EURO

 

(Small) Business Owner – “You own a system and people work for you”, Business Owner = B

Erst im rechten oberen Quadrant ändert sich das Prinzip Zeit gegen Geld: Aus einer selbständigen Tätigkeit kann ein System entstehen. Ein System für positiven Cashflow. Durch Dein Produkt, was durch Marketingfunnel und Landingpages online von Dir und dann auch von anderen vertrieben und verkauft wird.

Aus dem Einkommen können neben Deinen Fixkosten auch die ersten Selbständigen/Freelancer und später auch die ersten Angestellten finanziert werden. Skalierbarkeit bei geringen oder gleichbleibenden Fixkosten beeinflusst die Höhe des Cashflow. Die Produktivität deiner kleinen Firma erhöht sich, denn Du kannst Aufgaben delegieren und dein Return on Invested Capital (ROIC) – die Kapitalrendite – sollte sich direkt im Umsatz widerspiegeln.

Ein (Small) Business Owner sollte in der Lage sein, mindestens 4 Wochen Urlaub zu machen und sein System mit seinen Angestellten läuft weiterhin rund und erzeugt Einkommen. Das glaubst Du nicht? Dann wird es Zeit, eher an Deinen Glaubenssätzen zu arbeiten, wenn Du jetzt wutschnaubend vor diesem Beitrag sitzt und das alles für unmöglich hälst.

1% DU x 100 LEUTE = EINKOMMEN

Skalierbarkeit. Boom!

 

Investor – “Money works for you”, Investor = I

Als Investor hast Du Geld gespart, was Du zum Investieren in Firmen und Börsenwerten einsetzen kannst. Hier arbeiten ähnlich wie beim “Business Owner” andere dafür, dass sich sein Geld vermehrt. Ich halte nichts von dem Spruch, dass das Geld dann für Dich arbeitet. Denn wenn Du z.B. in eine Firma investierst, indem Du Aktien kaufst, dann wird im Idealfall der CEO der Firma alles dafür tun, mit deinem Geld und dass der anderen Aktionäre dafür zu sorgen, dass die Firma weiter wächst und Du von ihrer Arbeit profitierst.

Hier spricht man auch von passiven Einkommen, denn Du investierst in der Regel Geld mit der Erwartung, dass Du mehr Geld dafür zurück erhälst.

Du kannst auch als Business Angel unterwegs sein und etwas später auch als Investor, indem Du anderen Unternehmern Geld leihst und dafür im Gegenzug Firmenanteile erhälst. Manche versuchen ihr Glück mit Crowdfunding auf Plattformen wie Companisto. Ich persönlich empfehle lieber Bücher über Geschäftsmodelle wie den „The Dhandho Investor: The Low – Risk Value Method to High Returns“ von Monish Pabrai, um wirklich zu verstehen, wie ein Business läuft und wie die Marktchancen sind, statt Geld zu verspielen.

Skalierbarkeit? Ja und jaaa!

Die Formel ESBI ergibt sich durch den Weg vom Angestellten, der sich verselbständigt, an seinem skalierbaren System arbeitet und zu guter Letzt Investor wird. Achtung: die Skalierbarkeit deines Businesses ist einer der Hebel, um den Gewinn zu steigern. Sonst bleibst Du auf der Selbständigen Stufe und schaffst es nicht zum Unternehmer. Der Unterscheid ist fein und dafür gewaltig im Cashflow.

Ich hoffe, dieser Blogbeitrag inspiriert Dich, über Dich und deine Einnahmequellen nachzudenken und die für Dich besten Schritte zu unternehmen. Mit einem positiven Cahsflow ist das Leben einfach schöner.

Hier gibt es ein englischsprachiges Video zu den Cashflow Quadranten:

 

Das Buch von Monish Pabrai „Dhando Investor“ zum Studieren und Verstehen von Geschäftsmodellen mit positivem Cashflow:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.