Selbstwert

Selbstsabotierende Gedanken, die dein Glück behindern und wie Du sie auflöst

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Viele von uns durchlaufen Phasen, in denen es schwer fällt, die eigenen Gedanken mit den erklärten Absichten in Einklang zu bringen. Wenn Du gerade in so einer Gedankenspirale steckst, kann es passieren, dass diese Gedanken dein Glück behindern. Du sabotierst dich damit selbst, weil sich diese Art von Gedanken auf das konzentrieren, was falsch ist, was fehlt oder die Negativität der Situation hervorheben statt das Positive wahrzunehmen.

Solche Selbstsabotage Gedanken sind zum Beispiel:

– Ich bin zu ________ – Jedes Mal, wenn du mit einem Gedanken beginnst, mit einer Wertung wie zu dick, zu dünn, zu doof, zu ungeschickt, kritisierst du dich und machst dich klein. Warum?  Was genau fehlt Dir, um eine Balance herzustellen? Bau den Gedanken sprachlich um und sage zum Beispiel: ich werde mir Finanzwissen aneignen, um selbst ein Vermögen bilden zu können. Du bist nicht zu dumm, du kannst lesen und lernen.

– Ich werde das tun, wenn ich ________ – Du hast es wahrscheinlich schon einmal zu dir selbst gesagt. „Ich mache das, wenn ich wieder zur Schule gehe.“ „Ich mache das, wenn ich das Haus sauber mache.“ „Ich mache das, wenn ich abnehme.“ Na super, wenn dann Verknüpfungen sind des Teufels Admiral. Ich mache erst das, wenn das passiert und dann passiert das eigentlich nie. Ausrede! Du kennst die Vorgehensweise des Selbstbetrugs.  Fang doch einfach an. Starte einfach einen mit einem Schritt-für-Schritt-Plan, um es zu anzugehen.

– Ich kann nicht ________ – Du hast vielleicht dein Kind, dich selbst oder jemand anderen gehört, der sagt: „Ich kann nicht rechnen.“ Oder „Ich kann nicht sparen.“ Die Wahrheit ist, dass niemand etwas davon tun kann, ohne zu lernen, wie man es macht. Niemand kommt auf die Welt und weiß, wie man kocht, schreibt, liest oder rechnet. Jeder kann lernen, was er lernen will, also fang noch heute damit an. 

– Ich sollte ________ – Ich sollte ist die kleine Schwester von müssen. Ein Sollen liegt in einer unbestimmten Zeit und ist damit unerreichbar und undefiniert. Ersetze „ich sollte“ durch „ich werd“e mit einem erreichbaren Zeitpunkt und schon bist Du einen Schritt weiter. Deine Sprache formt deine Gedanken. 

– Ja, aber________ – Das ist die perfideste Form des eigenen Widerspruchs. Es finden sich dauernd Gründe, die dich davon abhalten, aktiv zu werden. Ersetze „ja, aber“ durch ein „ja, und“ und probiere das wirklich im täglichen Sprachgebrauch. Möchtest Du mit „Ja Aber“ Menschen auf Dauer etwas unternehmen oder mit „Ja und“ Menschen?

– In der Vergangenheit ________ – Das Verweilen in der Vergangenheit und das, was dir jemand in der Vergangenheit angetan hat oder wie die Dinge in der Vergangenheit waren, wird dir nicht helfen, die Selbst-Sabotage zu überwinden. Es ist zwar in Ordnung, die Vergangenheit als Lernbeispiel zu verwenden, aber es ist nicht in Ordnung, sie als Ausrede zu benutzen, um nicht voranzukommen. Denke daran, dass du nur für dich selbst verantwortlich bist. Und Konzentration auf Leute, die Dir nicht gut tun, lenken den Fokus von Dir. Also konzentriere Dich bitte auf Dich und Deine Bedürfnisse.

– In der Zukunft ________ – Genauso wie du dich nicht auf die Vergangenheit konzentrieren willst, willst du auch nicht zu sehr auf später konzentriert sein. Heute ist ehrlich gesagt alles, was du sicher hast. Konzentriere Dich auf das Heute und das Morgen wird sich um sich selbst kümmern.

– Wenn ich mehr wie der und die wäre – Vergleiche sind toxisch. Du bist gut genug. Vergleiche dich nie auf negative Weise mit jemand anderem. Es ist in Ordnung, sich anzusehen, was jemand erreicht hat, um zu lernen, wie Du es vielleicht auch machen kannst.

Wann immer Du bemerkst, dass du dich auf einen negativen Aspekt einer Situation konzentrierst, halte für einen Moment inne. Es geht nicht darum, diese Gedanken wegzuschieben. Hör genau hin. Nehme Abstand von dem Gedanken, denn du bist nicht dein Gedanke. Sei der neutrale Beobachter deiner Gedanken. Wenn so ein negativer Gedanke hochkommt, frage dich zuerst: “Ist das wahr?” Schreibe den Gedanken auf. Und schreibe dann auf, warum das anscheinend wahr ist. Nun schaue dir deine erste Antwort auf den negativen Gedanken an. Stelle dir erneut die Frage: “Warum ist das so?” und schreibe Deine Antwort auf. Fünf Warums und deren Antworten sollten reichen, negative Gedanken aufzulösen.

Negative Gedanken auflösen – Glaubenssätze erkennen und überwinden

Dahinter verbergen sich oft von außen aufgenommene Überzeugungen (Eltern, Freunde, Lebenspartner), die nicht deine sein müssen.Diese fremden Überzeugungen werden auch Glaubenssätze genannt. Schau Dir deine Glaubenssätze an und die Antworten auf die Warums. Welche Sorge oder Angst steckt eigentlich dahinter? Nimm dir die Zeit, den negativen Gedanken neutral zu beobachten. Was möchte er dir eigentlich mitteilen? Wenn du tiefer an deine eigene Wahrheit gekommen bist, schreibe auf, wie der Gedanke positiv klingen würde.

Erfunden hat diese Technik die US Amerikanerin Byron Katie. Sie hat insgesamt vier Fragen, mit denen Du diese Gedanken wertschätzend betrachten kannst:

  1. Ist das wahr?
  2. Kannst du mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist?
  3. Wie reagierst du, was passiert, wenn du diesen Gedanken glaubst?
  4. Wer wärst du ohne den Gedanken?

Manchmal im Leben wirst du jedoch eine traurige oder negative Phase erleben, das ist ganz natürlich. Es geht wirklich nicht um die Höhen und Tiefen des Lebens. Die sind ganz normal. Es geht darum, wie du deinen Glaubenssätzen auf die Schliche kommst, um diese aufzulösen. Denn das führt langfristig zu mehr Glück.

Mehr zu Byron Katie und Ihrer Arbeit findest Du hier.